Liebe Eltern,

die Zeit um Weihnachten und den Jahreswechsel wird oft als besinnliche und stille Zeit bezeichnet, Ostern sollte uns jedoch erst recht Anlass geben, unser Verhalten auch anderen gegenüber zu überdenken. Oft sagt oder tut man Dinge, die einem hinterher leidtun, von denen man sich wünscht, sie wären niemals geschehen oder man hätte sie eben doch getan. Und nicht immer findet man den Mut und/oder die richtigen Worte, um die Dinge wieder ins rechte Licht zu rücken und (oft unbeabsichtigte) Missverständnisse aus der Welt zu schaffen. Manches trägt man vielleicht sogar ein Leben lang mit sich herum und denkt sich immer wieder: „Warum habe ich eigentlich nicht…?“ oder „Hätte ich doch…!“.

Sich stets und in allen Situationen richtig zu verhalten, ist sicherlich ein Ding der Unmöglichkeit und wäre wahrscheinlich sogar unmenschlich. Menschen machen Fehler, jeder von uns jeden Tag, nicht immer lernt man aus ihnen und begeht sie –bewusst oder unbewusst- immer und immer wieder, aber die, die man nur einmal macht und aus denen man lernt, sind für unser Leben sogar nützlich, sie haben uns weiter gebracht und vielleicht sogar schlauer gemacht.

Durch eine möglichst gute Bildung und Erziehung möchten wir unseren Kindern ein gutes Leben ermöglichen, sie aber auch vor Fehlern bewahren. Wir verbringen möglichst viel Zeit mit ihnen, beantworten ihre Fragen und versuchen, ihnen die Welt zu erklären. Wir möchten keinesfalls, dass sie auf eine „schiefe“ Bahn geraten. Nicht immer gelingt uns dies, und allein schaffen wir es auch nicht. Kindergärten und Schulen sind dabei eine wichtige und unabdingbare Hilfe, unsere Anforderungen an diese Einrichtungen sind darum berechtigterweise auch dementsprechend hoch.

Der Blick nach Amerika zeigt uns gerade, wie schockierend und beängstigend es ist, wenn sich jemand wie ein unerzogenes, verwöhntes Kind benimmt, mit Beleidigungen nur so um sich schlägt und keine Gelegenheit ausnutzt, anderen vor den Kopf zu stoßen. Von Kinderstube und Erziehung keine Spur, könnte man meinen, dabei besuchte dieser Mensch die besten und teuersten Schulen…

An einer portugiesischen Schule ist vor einigen Wochen ein Plakat in englischer Sprache aufgetaucht (die genaue Herkunft ist leider unbekannt), mit dem Lehrer weiterführender Schulen Eltern darauf aufmerksam machen, dass Kinder in Bereichen, die eigentlich schon wesentlich früher erlernt werden und darum ab einem gewissen Alter selbstverständlich sein sollten, große Defizite aufweisen. Auch auf die Rolle des Elternhauses und der elterlichen Erziehung in diesen Bereichen wird in aller Deutlichkeit verwiesen.

Sinngemäß übersetzt steht darauf:

„Liebe Eltern,

wir möchten Sie daran erinnern, dass die sog. „Zauberworte“ wie „Hallo“, „Bitte und Danke“, „Entschuldigung/Es tut mir leid“ zunächst einmal zuhause erlernt werden sollten.

Ebenfalls zuhause lernen die Schüler auch ehrlich, pünktlich, fleißig, gewissenhaft, mitfühlend anderen gegenüber zu sein, sorgfältig mit ihren Sachen umzugehen und das Eigentum anderer zu akzeptieren, sowie Älteren und Lehrern Respekt entgegen zu bringen.

Zuhause lernen sie auch, ordentlich und sauber zu sein, nicht mit vollem Mund zu sprechen und den Müll richtig zu entsorgen.

Hier in der Schule bringen wir ihnen wiederum Sprache(n), Mathe, Geschichte, Geographie, Naturwissenschaften und Sport bei. Wir unterstützen nur die Erziehung, die die Kinder zu Hause von ihren Eltern erhalten haben.“

Meiner Meinung nach sehr deutliche und sicherlich in vielen Fällen auch richtige Worten. Natürlich kann man dies noch nicht von Grundschulkindern in Gänze erwarten, aber es sollte das gemeinsame Ziel von Kindern, Eltern und Lehrern sein, diese Dinge am Ende der Grundschulzeit als selbstverständlich zu betrachten. Schließlich können und sollten einige Punkte bereits mit dem Eintritt in den Kindergarten bzw. während der Kindergartenzeit erlernt werden.

Jeder von uns weiß, wie schwierig manche Dinge sind und ist verzweifelt, hoffnungslos oder wütend, wenn sich der Ellenbogen auch nach der 1000. Ermahnung noch auf dem Esstisch befindet oder die Jacke nicht am Haken hängt. Aber geben Sie bitte nicht auf, sehen Sie die Fortschritte in den anderen Bereichen und loben Sie viel, das motiviert und macht Kinder glücklich! Denn wie viel Freude (und manchmal sogar etwas Stolz) ist in den Gesichtern unserer Kinder zu lesen, wenn sie sehen, dass sie uns mit dem, was sie gemacht oder geschafft haben, eine Freude bereiten.

Auch hilft Vorbildsein sicherlich mehr als der erhobene Zeigefinger, und wer freut sich nicht über einen freundlichen Gruß und ein eigentlich selbstverständliches „Bitte und Danke“!

Darum danke ich Ihnen nun für Ihre Aufmerksamkeit und würde mich freuen, wenn ich Sie ein wenig nachdenklich gemacht habe…

Ihnen und Ihren Familien wünsche ich schöne und erholsame Osterferien!

Herzlich grüßt Sie

Unterschrift Goeze

 

 

 

 

 

Liebe Eltern,

die Zeit des Jahreswechsels lässt uns zurückblicken auf das Vergangene, von dem ich hoffe, dass –im Gegensatz zu den vielen, erschreckenden Ereignissen dieses Jahres- für Sie persönlich die positiven Erlebnisse überwiegen; sie lässt uns aber auch vorausschauen und hoffen auf ein friedlicheres 2017, in dem Andersdenkenden und –gläubigen wieder mehr Respekt und Toleranz entgegen gebracht und unschuldigen Menschen unzumutbare Zustände und Not erspart bleiben möge. Diese sogenannte „besinnliche“ Zeit wird es leider nicht schaffen, den zahllosen radikal denkenden und handelnden Menschen vor Augen zu führen, wie abscheulich, menschen- und menschenrechtsverachtend ihr Tun ist.Vielleicht aber gibt es schon im Haus nebenan oder gegenüber jemanden, dem sie schon mit einer Kleinigkeit eine Freude bereiten oder das Leben etwas schöner oder einfacher machen können. Manchmal genügt schon ein einziges Wort, um die Welt zumindest für einen Moment ein bisschen besser zu machen. Worte wie „Bitte und Danke“, sich entschuldigen und auch verzeihen können- oftmals fällt dies uns Erwachsenen noch viel schwerer als den Kindern.Es ist auch niemals zu spät sich zu bedanken, und das möchte ich an dieser Stelle tun:Danke für ein offenes und faires Miteinander, für Zuspruch, gute Gespräche und Unterstützung, beispielsweise beim Winterfitnesstag der Klassen 3 und 4 und beim Plätzchenbacken und –verkaufen auf dem Weihnachtsmarkt. Wunderschön bestückte Plätzchentüten konnten wir dort zum Verkauf anbieten, und wir haben es tatsächlich geschafft, 300 Stück davon innerhalb von 3 Stunden an den Mann und die Frau zu bringen. Auch Lob möchte ich natürlich weitergeben und mich gleichzeitig für die evtl. nicht korrekt wiedergegebene Mundart entschuldigen. Ein Herr, der 3 Tüten Gebäck gekauft hatte, sagte bei einer späteren Begegnung am selben Abend: „I hau blos oi Guatzle essa wella, aber die waret so guat, dass i gleich die ganz Gugg aufgfressa hau!“Als Ausblick auf das neue Jahr dürfen wir uns auf die Heimattage freuen und vielleicht ja schon Ideen für das 2018 wieder stattfindende Schulfest sammeln. Bitte lassen Sie uns gemeinsam dazu beitragen, dass diese Ereignisse für unsere Kinder und uns in unvergeßlicher Erinnerung bleiben werden!Auch über die Ferien im Schuljahr 2017/2018 wurde an den Mengener Schulen bereits gesprochen und über die Verteilung der beweglichen Ferientage entschieden: Die Faschingsferien werden 2018 nur bis einschließlich Aschermittwoch (14.2.2018) dauern, dafür entschädigen aber die Brückentage 2.10.2017 , 30.4. und 11.5.2018 mit gleich drei Mal vier freien Tagen am Stück! Bleibt mir also in diesem Jahr nur noch, diese letzten Zeilen an Sie und Ihre Familien zu richten:

 

 

Sonja Goeze P1080433

Liebe Eltern,

in diesen –auch den Bildungssektor betreffend- recht unruhigen Zeiten darf ich mich Ihnen heute als neue Vorsitzende des Elternbeirats vorstellen.

Wie schon meine Vorgängerin bin auch ich eine „Rei`gschmeckte“ und des Schwäbischen nur bedingt mächtig. Geboren im schönen Oberstdorf/Allgäu habe ich während meines Jurastudiums in Tübingen meinen Mann kennengelernt. Aus beruflichen Gründen führte unser Weg im Jahr 2000 nach Sigmaringen, dort wurden auch unsere beiden Kinder (8 und 5 Jahre alt) geboren, die inzwischen beide Ablachschüler sind. Seit 2005 wohnen wir nun schon in Ennetach, das längst zu unserer Wahlheimat geworden ist.

Zusammen mit meiner Stellvertreterin, Frau Doreen Röhm-Le, und der Schriftführerin, Frau Susanne Rumpel, möchte ich mich für einen lebhaften und konstruktiven Dialog zwischen der Schule und uns Eltern einsetzen und Sie herzlichst dazu einladen! Zögern Sie nicht, mit Ihren Fragen, Wünschen und Problemen auf uns zuzugehen, wir sind offen und dankbar für Ihre Anregungen! Und es lohnt sich immer, sich auch für die kleinen Dinge einzusetzen, schließlich geht es um unsere Kinder und damit um unsere Zukunft!

Jedoch werden sich nicht alle Vorstellungen und Ideen unmittelbar in die Tat umsetzen lassen. Manches kann und wird auch nur mit Ihrer Unterstützung funktionieren (denken Sie an die tolle Aktion zur Schulhofbemalung im letzten Schuljahr und das alljährliche Plätzchenbacken für den Weihnachtsmarkt, von dessen Einnahmen unsere Kinder voll und ganz profitieren).

Der eklatante Mangel an Lehrpersonal vor allem im Grundschulbereich führt u.a. auch dazu, dass keine Krankheitsvertretungen mehr zur Verfügung stehen. So werden wir uns darauf einstellen müssen, dass im Krankheitsfall entweder Stunden ausfallen oder dieses Problem intern über sog. „Über-den-Flur-Vertretungen“ kurzfristig gelöst wird, d.h. ein Lehrer/-in unterstützt durch eine/-n pädagogische/-n Assistenten/-in unterrichtet zwei Klassen im jeweiligen Klassenzimmer gleichzeitig. Für Lehrkräfte und Schüler sicherlich eine neue Herausforderung, aber auch eine innovative und probate Maßnahme.

Lassen Sie uns dies als Beispiel dafür nehmen, Neuem offen und unvoreingenommen zu begegnen und erst darüber zu urteilen, wenn wir es kennengelernt haben.

„Auch aus Steinen, die Dir in den Weg gelegt werden, kannst Du etwas Schönes bauen“, mit diesen Worten Erich Kästners möchte ich Sie nochmals um eine gute Zusammenarbeit bitten und Ihnen und Ihren Kindern schöne und erholsame Herbstferien wünschen!

Herzlich grüßt Sie

Sonja Goeze

 

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder über das Schulsekretariat

Nach den Herbstferien finden Sie auch unser Foto im Schaukasten im EG.